• Stefan

Jeder in seinem Tempo

Seit ich meiner heilerischen Arbeit nachgehe, habe ich immens viel über mich und das Leben gelernt. Dass eben alles Energie ist (und diese nie lügt), vieles vom Verstand falsch interpretiert wird, dass alles Spiegel ist (auch wenn es oft nicht offensichtlich ist) und vorallem, dass Übergriffigkeit ein großes Problem unserer Gesellschaft ist. Dabei rede ich nicht von den offensichtlichen Übergriffen, wenn sich Menschen erdreisten, sich in Angelegenheiten einzumischen, die sie nichts angehen, sondern von den subtilen Übergriffen. Ich hab mich da selbst entlarvt. Durch ein ausgeprägtes Helfer-Syndrom hab ich schon immer Menschen helfen wollen. Seit ich diese heilerischen Fähigkeiten für mich entdeckt und geschult hab, gab mir das zusätzlich ungeahnte Möglichkeiten in die Hand. Thema mit dem Papa? Löse ich dir. Streit mit dem Herzmenschen? Befriede ich dir. Dir gehts schlecht? Atme tief durch, und lass mich mal machen.

Das mag zwar einen guten Anstrich haben, aber im Kern ist das nicht richtig, wenn der gegenüber nicht von sich aus um Hilfe gebeten hat. (Ich rede nicht von Notsituationen, in dem man natürlich sofort helfen sollte!)

Selbst die Frage "Soll ich dir helfen?" ist unglücklich formuliert und verleitet zu einer übergriffigen Handlung, wenn der, dem man helfen möchte, nicht in der Lage ist, "Nein" zu sagen. Dann lässt er sich helfen, ohne, dass er darum gebeten hat. Daher sollte es vielmehr das Signal sein: "Wenn du Hilfe brauchst, dann melde dich, ansonsten bin ich einfach für dich da und halte dich in deinem Schmerz, wenn du das möchtest."

Denn was ich in all der Zeit mittlerweile verinnerlicht hab, ist, dass die Seele eines Menschen am besten weiß, wann die Zeit reif ist, dass man ihr helfen darf. Sie alleine weiß, welche Erfahrungen sie noch sammeln möchte, um aus möglichen Fehlern zu lernen, und wann sie stark genug ist, sich ihren Schmerz anzuschauen. Alles andere würde den Menschen überfordern, oder ihn in seiner Entwicklung hindern, selbst wenn das Thema an sich gelöst ist.

Wenn du einem Vogel aus der Schale hilfst, obwohl seine Zeit noch nicht reif ist, wird er nicht fliegen können (Auch wenn er von der beengenden Schale befreit wurde). Wenn du einem Kind ständig auf die Beine hilfst, wird es nicht genug Kraft entwickeln, sich von alleine aufzurichten (Auch wenn es sich für den Moment darüber freut, dank deiner Hilfe zu stehen.). Solche Beispiele gibt es viele ...

Daher ist man gut beraten, bei sich und seinen Angelegenheiten zu bleiben. Wenn jemand Hilfe braucht und nicht weiter weiß, dann kommt er schon von sich aus auf dich zu.

Herzlichst,

Stefan von 💫Dialog mit deinem Herzen 💫

 

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