• Stefan

Ins Gefühl kommen

Du gehst gerne auf ein Konzert? Hörst dir Ed Sheeran live an? Um gemeinsam mit zehntausenden die Feuerzeuge zu „Perfect“ zu schwenken? Und liebst die Gänsehaut, die deinen Körper dabei beprickelt?

Du liebst das Kino? Im Sessel zu sitzen, und auf der Leinwand wird dir eine Geschichte erzählt, die dir den Atem rauben soll? Oder die Lachmuskeln strapaziert? Die die Nerven zu Stahlseilen bestenfalls anspannen lässt? Oder deine Augen mit Tränen durch Rührung salzt?

Vielleicht liebst du es auch, fein Essen zu gehen? Deinen Gaumen kitzeln zu lassen und mit ein Glas Wein die Geschmacksexplosion abzurunden?

Oder darf es heißer zugehen? Mit dem/r Partner/in? Einer flüchtigen Bekanntschaft? Im Swingerclub? Für die lustvollen Momente des Lebens?

Oder willst du dir gerne das Ego streicheln lassen? Lädst gut bearbeitete Fotos auf Social Media hoch, und jeder Like und wohlwollender Kommentar gibt dir ein gutes Gefühl? Das Gefühl, bewundert zu werden? Dazuzugehören?

Das, was all die Beispiele gemeinsam haben, ist, dass du diese Gefühle von außen ausgelöst bekommst. Das ist ja auch in Ordnung. Aber es ist eben auch eine Gefahr. Man schöpft die Gefühle von außen ab, um sich zu fühlen.

Dabei gibt es auch die Gefühle, die mit uns zu tun haben. In unserem Innern sind. Die auch gefühlt werden wollen. Mehr noch: Die gefühlt werden sollten. Denn dann fühlen wir uns. Allerdings haben die meisten Menschen Angst davor. Sie trauen sich nicht, sich ihren Gefühle zu stellen - aus einem bestimmten Grund. Sie flüchten – und lassen sich berieseln. Ablenken. Von Ed Sheeran. Geschichtenerzähler. Sex. Drogen. Schimpfereien. Ego-Gehabe. Das Leben im Außen.

Dabei gibt es nichts im Außen, was du nicht auch in dir fühlen kannst. Es mag nicht so haptisch sein, wenn du die Augen schließt, und dir vorstellst, auf einem Konzert zu sein, auf dem Ed Sheeran singt, statt wirklich im Olympiastadion zu stehen und die Atmosphäre zu riechen. Oder du statt auf der Leinwand vor deinem inneren Auge Hulk auf dich zujagen siehst und nicht in Dolby hörst, wie die Erde unter seinen Schritten erbebt. Doch es gibt nichts Haptischeres, als sich zu fühlen. Sein ganzes sein. Dann ist alles möglich. Alles, was du fühlen willst. Auch wenn es dafür Mut erfordert. Denn in deinem Innern warten auch alle deine persönliche Höllen, die du durchschreiten müsstest, um dich zu heilen. Deine Seelenverletzungen. Die Bewussten und vorallem die Unbewussten.

Doch es lohnt sich. Denn die Unabhängigkeit wartet auf dich. Dass du nicht mehr darauf angewiesen bist, dass dich das Außen nährt. Sondern, dass du dich nährst. Dass du dich fühlst. Dass du ganz einfach bist! So wie du bist. In deinem ganzen sein.

Herzlichst,

Stefan von ✨Dialog mit deinem Herzen✨

 

©2020 Dialog mit deinem Herzen by Stefan


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